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“Elektromobilität wirft heute noch viele Fragen auf“
  • ein Gespräch mit Stefan Müller, Geschäftsführer B&M Marketing GmbH
  • Man muss Elektromobilität erfahren, um sie zu verstehen
  • Die Kunst ist es, an den richtigen Stellen zu reduzieren, um nicht zu überfordern
  • Der Wertewandel und Paradigmenwechsel bietet vor allem für neue Marken eine große Chance

Shanghai/Munich, Dezember 8, 2021. Unter dem Titel „What’s next? “ startet Aiways eine Interviewreihe mit Gesprächspartnern aus Industrie, Wirtschaft und Politik. Der dritte Gesprächspartner ist Stefan Müller, Geschäftsführer und Gründer der B&M Marketing GmbH in Schwabach. Mit Aiways Geschäftsführer Dr. Alexander Klose unterhielt er sich vor allem über den Wertewandel und Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie und besonders über die Chancen einer neuen Marke, besser auf die geänderten Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Um es in seinen Worten zu sagen: „Man muss Elektromobilität selbst erfahren. Wenn man die Kunden dann nach einer Viertelstunde fragt, was sie vermissen, dann werden die meisten antworten: eigentlich nichts! “

Wie baut man eine Marke auf, wenn sie noch unbekannt ist?

Stefan Müller: „Es braucht eine Definition. Eine Marke muss klare Regeln haben, an die sie sich halten kann. Sonst kann sie sich nicht etablieren. Nur so kann sich ein Unternehmen strukturieren und aus dieser Struktur eine Differenzierung schaffen. Mit diesem Unterschied, heute gerne auch „purpose“ genannt, hat man dann ein gutes Fundament für eine Marke.“

Warum betonen sie „purpose“ so besonders?

Stefan Müller: „Ich bin kein Freund von diesem Wort, es hat sich sehr schnell abgenutzt. Denn meist steht bei vielen Marken nur sehr wenig dahinter. Nur wenn die Haltung auch sprichwörtlich haltbar ist, dann bringt sie eine Marke weiter. Denn nur, wenn man dem Wort wirkliche Tiefe gibt, dann bringt es etwas. Oft ist es aber nur vorgeschoben.“

Dr. Alexander Klose: „Wir als Aiways sehen unseren purpose klar bei der Demokratisierung der Elektromobilität. Wir wollen eine Marke schaffen, die es den Menschen ermöglicht, den Einstieg in eine neue Form des Fahrens zu schaffen.“

Braucht es dafür eine neue Marke?

Dr. Alexander Klose: „In der Vergangenheit sind viele Marken von der Bildfläche verschwunden, gerade in der Autoindustrie. Mit dem Wandel zur Elektromobilität hat sich das geändert. Wir sehen das als große Chance an, uns auf dem Markt zu etablieren, weil wir ein Alleinstellungsmerkmal haben. Denn ein Auto zu bauen ist unglaublich komplex, es braucht sehr viele verschiedene Komponenten, die perfekt aufeinander abgestimmt werden müssen. Dieses Know-how haben wir bei Aiways und sind als Startup dennoch schlank genug, um schnell auf neue Bedingungen und Entwicklungen reagieren zu können.“

Stefan Müller: „Ich sehe hier auch einen entscheidenden Vorteil. Aiways hat schon heute ein klares Profil und ein Produkt von Substanz. Im Gegensatz zu Anderen und deren gescheiterten Versuchen mit der Nutzung alter Markennamen oder der Neugründung mit profillosen und beliebig wirkenden Produkten sind das wesentlich bessere Startvoraussetzungen.“

Wie nutzt man diese guten Startvoraussetzungen am besten aus?

Stefan Müller: „Mit einem guten Produkt, das überzeugt. Auch wenn man damit zu Beginn noch keine breite Masse anspricht, so wird man seine Kunden dennoch begeistern. Das positive Feedback wird sich multiplizieren und im Gedächtnis verankert bleiben.“

Dr. Alexander Klose: „Genau um dieses positive Erlebnis geht es uns. Vielleicht auch um so etwas wie einen Überraschungseffekt, denn wir verzichten auf viele Standards, die man von klassischen Herstellern kennt. Wir betreiben keine Händler, keine Werkstätten und haben auch kein eigenes Navigationssystem im Auto. Wir können so nicht nur Kosten sparen und das Fahrzeug zu einem konkurrenzlos günstigen Preis anbieten, sondern den Kunden trotzdem beste Betreuung liefern. Dazu setzen wir auf Partner, die ihrerseits das beste Netzwerk und größte Know-how haben, sei es im Vertrieb oder beim Service.

Gibt es auch Probleme, wenn eine Marke auf dem weißen Blatt Papier startet?

Stefan Müller: „Das unbeschriebene Blatt ist für eine Marke Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite ist man natürlich bekannt und hat einen Vertrauensvorschuss, wenn man schon lange im Geschäft ist. Auf der anderen Seite kann man sich mit einer arrivierten Kundschaft schwertun und wird immer mit anderen Modellen aus dem eigenen Haus verglichen. Als neuer Hersteller kann man hier viel freier agieren und auch auf Strukturwechsel, wie aktuell in der Pandemie, stellt sich ein Newcomer meist deutlich leichter ein. Dazu kommen viele neue Möglichkeiten, die eine junge und zukunftsorientierte Kundschaft bietet, etwa was die Kommunikationskanäle angeht.“

Dr. Alexander Klose: „Das Thema Kommunikationskanäle ist in der Tat sehr spannend für uns. Vor allem durch den Verzicht auf ein eigenes Händlernetz und den Erklärungsbedarf der Elektromobilität an sich. Wir sehen hier völlig andere Mechanismen, als man sie vielleicht noch vor zehn Jahren genutzt hätte.“

Was meinen Sie damit?

Dr. Alexander Klose: „Unsere Herausforderung ist die Bekanntmachung einer Marke ohne eigene Handelskette. Dieser pure und schlanke Ansatz ist einer der Kernpunkte unserer Marke. Kanäle wie Youtube, auf denen die Nutzer sämtlicher Altersklassen vertreten sind, bieten uns nun Möglichkeiten der Erklärung und Interaktion, die wir perfekt steuern können. Auch auf direktes Kundenfeedback kann man so ohne Umwege eingehen. Mit einem klassischen Vertriebsweg wäre das so gar nicht realisierbar.“

Stefan Müller: „Das ist in der Tat ein wesentlicher Vorteil dieses Ansatzes. Denn Elektromobilität wirft heute noch viele Fragen auf. Die Kunden haben das Bedürfnis nach Erklärungen und diese sind dabei teilweise grundverschieden. Während der eine vielleicht sogar schon ein Elektroauto der ersten Generation hatte und nun nur noch Details der Bedienung wissen möchte, braucht ein anderer noch die totalen Grundlagen. Spannend ist aber auch, dass sich die Leute wirklich für das Thema interessieren. Wir sehen das etwa täglich an der Nutzung unserer App „clever-laden“, denn da ist die Anzahl der User höher als die der zugelassenen Elektroautos. Man spürt, dass sich immer mehr Menschen mit Elektroantrieben auseinandersetzen.“

Wie groß schätzen Sie den Markt in Zukunft ein?

Dr. Alexander Klose: „Es geht uns hier gar nicht um absolute Zahlen. Unser Ziel ist es, erst einmal die Basis zu schaffen für alles, was kommt. Mit dem Aiways U5 haben wir ein sehr geräumiges SUV geschaffen, das durch seinen Komfort und seine überzeugenden Leistungsdaten locker gegen die Konkurrenz besteht und das bei einem deutlich günstigeren Preis. Viel wichtiger ist für uns das Ausrollen von mehr und mehr Produkten. So werden wir ab dem kommenden Jahr alle 12 Monate mit einem neuen Modell aufwarten können und so immer größere Kundenkreise ansprechen. Denn Konkurrenz belebt das Geschäft.“

Stefan Müller: „Das stimmt, ich erinnere mich immer gern an die Diskussionen der deutschen Hersteller, als es um die Einführung einer Konkurrenz zum erfolgreichen Mazda MX5 ging. Der Roadster-Markt war damals klein und nur etwas für Fans. Nach dem Start von SLK und Z3 hat sich das Volumen der Verkäufe mehr als verzehnfacht. Am Ende sind alle drei Fahrzeug zu kommerziellen Erfolgen geworden. So ähnlich wird es bei den Elektroautos auch kommen. Und mit den immer schneller werdenden Produktzyklen und sich stetig ändernden Kundenbedürfnissen werden wir eine Marktdynamik erleben, wie wir sie bisher nie gehabt haben.“

Was ist ihre Empfehlung für die Kunden in einem solch dynamischen Markt?

Stefan Müller: „Ich würde den Kunden eine Probefahrt empfehlen. Viele denken heute noch in Zylinderzahl, Hubraum und Beschleunigung, dabei geht es im Alltag um völlig andere Dinge. Es ist sicher auch so, dass die Wenigsten wirklich beschreiben können, worauf es Ihnen bei einem Auto ankommt, denn es sind oft Dinge des Unterbewussten, die eine Kaufentscheidung beeinflussen. “

-Ende-

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Über Aiways 

Aiways wurde 2017 gegründet und ist ein in Shanghai ansässiger Anbieter von persönlicher Mobilität mit seinem europäischen Hauptsitz in München, Deutschland. Es war das erste chinesische Startup, das mit der Einführung des U5 im Jahr 2020 ein Elektrofahrzeug auf den europäischen Markt gebracht hat – ein batterieelektrisches SUV mit beeindruckender Reichweite, Stil und Qualität. Aiways setzt seine Expansion in Europa und darüber hinaus fort: In Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Israel, der Schweiz, Spanien, Portugal und Italien sind die Auftragsbücher geöffnet – weitere Märkte werden folgen. Der U5 SUV wird im Aiways smart Produktionswerk in Shangrao produziert – einem der modernsten Automobilwerke in China. Mit einer anfänglichen Produktionskapazität von 150.000 Einheiten pro Jahr kann Aiways diese Zahl auf 300.000 Einheiten erhöhen, wenn die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen steigt. Das nächste Modell von Aiways für Europa wird das Elektro-SUV-Ccoupé U6 sein. Mit Fokus auf klassenführende Aerodynamik, intelligente Technik und sportliches Design erforscht das U6 SUV-Coupé die spannende Zukunft der Marke Aiways.

Presseinformationen
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